Was ist eine Heizkassette?
Eine Heizkassette / Kaminkassette ist eine Art abgeschlossener Brennraum in rechteckiger Form, der in ein Kamin eingebaut werden kann. Er behebt die Nachteile, die offene Kamine in der Regel mit sich bringen.
Die offene Feuerstelle und der offene Kamin sind die älteste Heizform in Häusern. Mit der Zeit kam man aber darauf, dass die Effizienz und die Heizleistung einer offenen Feuerstelle in Wohnstätten nicht besonders optimal sind. Aus diesem Grund wurden die ersten Heizöfen entwickelt: hier brennt das Feuer in einem geschlossenen Raum, der sich erwärmt und deutlich mehr und deutlich gezielter Wärme abstrahlt als das offene Feuer. Zudem sank der Holzverbrauch – trotz höherer Wärmeleistung – in einem Ofen dramatisch, auch die Brandsicherheit war deutlich höher, da man durch das Schließen der Ofentür Funkenflug vollständig verhindern konnte. Von diesem Zeitpunkt an war der Holzofen das primär verwendete Heizgerät, offene Kamine wurden nach und nach abgeschafft.
Offene Kamine sind auch heute nur noch Liebhaber-Heizungen. Kaminkassetten zum nachträglichen Einbau machen sie aber zum Ofen wieder konkurrenzfähig – ohne ihnen ihren ursprünglichen und rustikalen Charme zu nehmen.
Die meist nicht besonders guten Emissionswerte von offenen Kaminen werden durch den Einbau einer Kaminkassette ebenfalls deutlich verbessert, sodass auch in Zukunft die für Feuerstätten geltenden strengen Grenzwerte in Bezug auf die Emissionen leicht einzuhalten sind. Nach der geltenden 1. BImSchV, Stufe 2 darf man offene Kamine heute nur noch gelegentlich betreiben.
Die Umrüstung mit der Kaminkassette hat sich dann in vielen Fällen wie bei oft geheizten Kaminöfen sehr bald durch den geringeren Brennholzverbrauch bereits amortisiert – zudem darf man seinen Kamin auch öfter als gelegentlich und sogar dauerhaft nutzen, um kostengünstig mit Holz zu heizen